Terminologie-Umfrage von SDL
In Ausgabe 1/2009 des Terminologiemagazins eDITion wurde eine sehr interessante Umfrage zur Verbreitung von Terminologiemanagement veröffentlicht. Die Umfrage wurde von SDL durchgeführt, dem führenden Anbieter von Terminologiemanagement-Systemen.
Mit der Umfrage wurden zwei Zielgruppen befragt und miteinander verglichen: Unternehmen (140 Teilnehmer aus IT, Maschinenbau und Lokalisierung) und Übersetzungsdienstleister (194 Teilnehmer). Das Ziel war es, herauszufinden, ob und inwieweit die Zielgruppen Nutzen in Terminologiemanagement sehen und ob sie selbst effektiv Terminologiemanagement betreiben.Das interessanteste Ergebnis vorweg: Der Umfrage zufolge sieht die Mehrzahl der Unternehmen und Dienstleister den wichtigsten Nutzen von Terminologiemanagement weniger in der Senkung von (Übersetzungs-) Kosten, sondern eher in der Markenbildung.
Die Umfrage enthält noch einige weitere, interessante Ergebnisse: 85% der Unternehmen und sogar 95% der Übersetzungsdienstleister haben Probleme mit inkonsistenter Terminologie. 44% der Teilnehmer meinen, Terminologiemanagement gehöre in den Zuständigkeitsbereich des Marketings, 42% stimmten für die Technische Dokumentation und für 32% die Lokalisierung. Die Hälfte der Teilnehmer berichtet, dass Terminologie in ihren Unternehmen nicht effektiv genug verwaltet wird. Demnach werden von 33% der Unternehmen und Dienstleister Exceltabellen zur Terminologie-Erfassung verwendet, 36% legen Terminologie in Redaktionsleitfäden fest. Redaktionsleitfäden, so die Umfrage, seien zur Terminologieerfassung ungeeignet, weil nur sehr wenige der Betreffenden diese Regelwerke lesen und für die alltägliche Arbeit verwenden. Und ein großer Nachteil von Exceltabellen sei, dass sich damit nicht garantieren ließe, dass immer aktuelle Terminologien verwendet werden.
Die vollständige Umfrage können Sie hier abrufen: www.dttev.org/Dokumente/edition_2009_1/edition-2009-1-wetzel-web.pdf
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